Archiv der Kategorie: Kreativität

Inspiration von außen

Gerade in Berlin entstehen mehr und mehr Coworking Spaces. Die sind nicht nur für Selbstständige interessant, sondern werden auch von vielen Unternehmen als Ort der Kreativität geschätzt. Eines  davon ist juggleHUB. Das Coworking Space bietet sogar zusätzliche Kinderbetreuung an. Mitgründerin Katja Thiede erzählt, wie die Idee entstanden ist.  Weiterlesen

Ruhe ist auch nicht so schlecht

office toy

Einzelbüros haben einen immer schwereren Stand. Nein, drastischer: Das Einzelbüro hat ausgedient. Denn modernes Arbeiten bedeutet heute vor allem Teamarbeit oder, besser: Kollaboration. Damit diese durch die Bürogestaltung unterstützt wird, sind die Räume zunehmend offen gestaltet. Der Weg zum Kollegen soll kurz sein und der Wissensaustausch schnell stattfinden können. Denn Projektarbeit wird an Bedeutung zunehmen. Beschäftigte arbeiten dann gleichzeitig in mehreren Projektteams über Abteilungsgrenzen hinweg. Da sind flache Hierarchien und Flexibilität wichtig. Menschen, die sich in ihren Einzelbüros abschotten, passen da nicht mehr.

Ja, so ist sie, die Zukunft. Das ist auch irgendwie gut so. Denn offene Büroraumkonzepte machen Sinn in einer Zeit, in der alles so verdammt schnell geworden ist und sie sind – wenn es ebenso Rückzugsmöglichkeiten gibt – sympathischer als Räume, die vor allem Machtstreben und Silomentalität repräsentieren.

Aber man muss auch mal sagen dürfen: Soooooo schlecht ist das mit dem Einzelbüro auch wieder nicht. Denn mit den Rückzugsmöglichkeiten ist das nämlich so eine Sache. Meistens gibt es nicht genug von denen, so dass man sich auf eine traurige Suche nach ein bisschen Stille macht. Denn mit der ist es in den großen, offenen Räumen vorbei. Die paar Pflanzen und mobilen Wände reichen oftmals nicht, um vor dem Lärm ausreichend geschützt zu sein. Es wird viel geredet, alles ist dynamisch, aber Ruhe?

Die braucht man aber für das konzentrierte Arbeiten, für das „Eingraben“ in eine Materie. Das hochgeistige Arbeiten funktioniert eher schwer mit Ablenkungen von allen Seiten. Wenn man sich aber eine Basis erarbeitet hat,  ein Thema/Projekt studiert hat, dann macht auch der Austausch Sinn. Man weiß wovon man spricht, die Gedanken der anderen fallen auf fruchtbaren Boden.

Wenn also zu wenig Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind, bitte dem Kollegen nicht Übel nehmen, dass er sich irgendwas ins Ohr gesteckt hat. Wahrscheinlich will er nur mal eine Zeitlang konzentriert arbeiten oder einfach mal diese verdammte Passage zu Ende lesen und sie verstehen.

Foto: Chris Blakeley

Sei frei und kreativ!

Puppet Homicide

Was ist eigentlich für die Kreativität förderlich? Wie kann man das Erzeugen von neuen Ideen (selbst) unterstützen?

Klar ist, dass er oder sie zunächst einmal ein großes Interesse an der jeweiligen Aufgabe haben sollte. Motivation und Eigeninitiative sind selbstverständlich. Trotzdem kann die Kreativität blockiert sein. Was manchmal hilft, ihr auf die Sprünge zu helfen:

1. Mit anderen – am besten kreativen Leuten – über die Aufgabe sprechen und sich mit ihnen austauschen. Das bringt einen ab und an dazu, eine andere Perspektive einzunehmen.

2. Zeitrahmen festlegen. Ein mittlerer Zeitdruck, nicht zu groß, wirkt anregend. Purer Stress ist schlecht. Aber wenn man unendlich Zeit hat, droht Erschlaffen.

3. Sich neue Orte suchen, wo man zuvor noch nicht gewesen ist. Inspiriert.

4. Kindern beim Spielen zusehen.

5. Aufgabe liegen lassen und Spazieren gehen, Musik hören, mit den Kindern spielen etc. Loslassen hilft tatsächlich. Leider verbeiße ich mich oft lieber, weil ich denke: Ach, das mache ich jetzt fertig.  Und unsere Sitzfleischkultur am Arbeitsplatz verlangt das ja auch. Dabei braucht Kreativität Muße.

6. Den Gedanken freien Lauf lassen, überall, und sofort aufschreiben – so viel wie möglich.

7. Keine Denkverbote, keine Zensur.

Hier sind 29 schöne Wege, kreativ zu bleiben. Das japanische Motion-Design Studio TO-FU hat sie gesammelt (entdeckt bei wollmilchsau.de)

In den Medien ist das Fördern der Kreativität immer wieder ein Thema.

Bei Fast Company kann man eine witzige Anleitung zum kreativen Leben finden. Anschauen!

Was es braucht, um die Kreativität in Unternehmen zu fördern, dazu gibt es zum Beispiel einen interessanten Artikel auf zeit.de von Tina Groll: Kreativität ist erlernbar.

„Kreativität braucht Freiraum, eine entsprechende Innovationskultur und Übung“, wird der Kreativ-Coach Benno van Aerssen zitiert. Nur wer sich frei fühlt, kann gute Ideen entwickeln.