Schlagwort-Archive: neue Technologien

Hacking your education

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Hacking your education – Der Weg zum Erfolg muss nicht unbedingt über eine akademische Ausbildung führen. Die Bewegung UnCollege will junge Leute ermuntern es ohne Universität zu versuchen, wenn sie nicht gerade Arzt oder ähnliches werden wollen. Im 21. Jahrhundert braucht es nicht unbedingt einen akademischen Abschluss, um es zu etwas zu bringen, sondern Leidenschaft, Engagement und die Fähigkeit, Dinge zu hinterfragen. Man muss nicht der nächste Mark Zuckerberg werden. Der Gründer Dale J. Stephens sagt, dass bis zu 90 Prozent unseres Wissens aus bloßer Lebenserfahrung entsteht. Ohnehin greifen viele Uni-Absolventen nach ihrer Ausbildung zu einem Job, für den kein Uni-Abschluss zwingend nötig ist. Dale plädiert dafür, Unternehmen zu gründen und ein Experte auf einem bestimmten Feld zu werden.  Doch der Markt muss die pfiffigen Nicht-Akademiker auch akzeptieren. Die Offenheit für neue Karriere- und Lebenswege müssen ebenfalls die Auftraggeber zeigen.

In der Wolke

Clouds

Der Begriff ist überall zu hören, von Hype kann keine Rede sein: Cloud Computing.

Die Cloud wird auch dem mobilen Arbeiten einen weiteren Schub geben. Das Cloud-Office für Smartphones ist jetzt auf dem Vormarsch.

Laut BITKOM wird generell erwartet, dass Cloud Computing die gesamte Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihr Geschäft und somit auch die Beziehungen zwischen Anbietern und Kunden nachhaltig verändern wird. BITKOM bietet zu dem Thema umfassende Informationen.

Bevor der ganz große Erfolg kommt, sind wohl aber noch einige Fragen nicht abschließend geklärt, die Bereiche betreffen wie: Datenschutz, IT-Sicherheit oder Verfügbarkeit.

Dass es aber für Smartphonebenutzer interessant ist, sämtliche IT-Leistungen als Service über das Netz zu bekommen, leuchtet mir ein.

Den richtigen Umgang lernen

Das Handy bzw. das Smartphone: Unzählige Möglichkeiten bietet es uns. Wir können von unterwegs aus arbeiten oder uns mit Freunden austauschen, können schauen, wo das nächste Restaurant ist in dieser Stadt oder unterwegs mal kurz die Neuigkeiten auf Nachrichtenseiten oder Blogs lesen, und und und. Überhaupt: Das Großartige ist, wir sind immer erreichbar und wir können uns in jeder Sekunde – egal wo wir sind – mitteilen. Keine Frage: Das Internet ist toll und das Smartphone ist es auch. Kaum jemand will es mehr missen.

Und doch, müssen wir erst lernen, richtig mit Handys und anderen modernen Technologien umzugehen. Die Soziologin Sherry Turkle weist immer wieder daraufhin. Zum Beispiel in ihrem Buch: Alone Together.

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Und auch in „Psychologie heute“ spricht sie von Entwicklungen, die unheimlich klingen.

Kinder, mit denen wir Interviews geführt haben, beschwerten sich darüber, dass ihre Eltern am Frühstückstisch sowie beim Abendessen immer wieder SMS verschicken.

(…) Viele der Heranwachsenden (…) haben mir ihre Abneigung gegenüber Telefonaten geschildert. Sie sagen, Telefonate bedeuten Konversationen, bei denen sie nicht die Oberhand behalten.

Telefonieren kommt irgendwie aus der Mode…

Ich weiß nicht, wie verbreitet es ist, dass sich Menschen zu sehr von den Kommunikationstechnologien vereinnahmen lassen und dabei die direkte Kommunikation und die Beziehung zu den eigentlich engsten Vertrauten vernachlässigen. Ich weiß aber: Es kommt vor. Und natürlich hat sich etwas verändert. Es scheint, als würden unsere Beziehungen mehr, dafür aber oberflächlicher. Die Soziologin Turkle mahnt: Wir müssen Konversation in Zeiten des Internets, der  Sozialen Netzwerke, neu erlernen. Irgendwo, bei irgendwem sollte es für jeden die Möglichkeit geben, Probleme zu besprechen.

Wie sehr das Internet und Smartphones unsere Beziehungen beeinflussen – sich in das Familienleben einmischen, wenn der Vater zum Beispiel lieber auf das Handy guckt, als mit dem Sohn zu reden – dann ist das eine Diskussion wert. Genauso wie bereits diskutiert wird, wie sich das Arbeitsverhalten durch die neuen Medien geändert hat. Wir sind schneller, weil wir schneller an Informationen kommen. Trotzdem muss man sicherstellen auch mal möglichst unterbrechungsarm arbeiten zu können, also sollte nicht sofort auf jede EMail reagiert werden. Denn es braucht ab und an die Ruhe, das Ungestörtsein, um ein Problem zu durchdringen oder kreativ zu sein. Natürlich ist die zunehmende Vernetzung fantastisch, weil wir in der Wissensgesellschaft so effektiv Probleme lösen können. Dann sind da aber wieder die Momente, die das Alleinsein erfordern. Das bezieht sich sowohl auf den Beruf als auch auf das Private. Viele junge Menschen haben das verlernt, sagt Turkle. Doch wer das nicht gelernt hat, wird sich in bestimmten Situationen einsam fühlen.

Und ich selbst arbeite eigentlich wirklich konzentriert, wenn mich nichts und niemand ablenken kann. Allerdings lass ich mich leichter ablenken als früher.

Ich frage mich, ob wir – dank der vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten – unsere Konzentrationsfähigkeit einbüßen. Ich glaube, dies manchmal an mir zu erkennen. Ich lese auch weniger Bücher als früher – egal ob auf Papier oder Digital. Dafür bin ich nun öfter bei Facebook… Bücher machen mich zufriedener und trotzdem schaue ich immer zuerst bei den Netzwerken vorbei, erst danach kommt das Buch.